Speech by European Commissioner Helena Dalli at the conference „Towards Inclusion” – ETR

Lesen Sie eine Rede von Helena Dalli in Leichter Sprache. In der Rede geht es darum, wie Menschen aus Institutionen in die Gemeinschaft ziehen können.

Rede von der EU-Kommissarin Helena Dalli auf der Konferenz ``Auf dem Weg zur Inklusion``

Klicken Sie auf ein fett gedrucktes Wort,
um seine Erklärung zu lesen.

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Helena Dalli ist eine Kommisarin bei der Europäischen Union.

Sie arbeitet zum Thema Gleichstellung.

Helena Dalli hat bei einem Treffen zum Thema Deinstitutionalisierung

eine Rede gehalten.

Hier können Sie die Rede in Leichter Sprache lesen:

Sehr geehrte Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen, 

Vor zehn Jahren hat die EEG ihre Arbeit angefangen. 

Die EEG hat hart dafür gearbeitet, 

Menschen aus Institutionen herauszuholen. 

Vielen Dank. 

Wir müssen jetzt weiter hart arbeiten. 

In Europa gibt es viele Menschen, die noch in Institutionen leben, zum Beispiel: 

  • MenschenmitBehinderungen 
  • Menschen, die obdachlos sind

Wir wissen, dass Institutionen für Kinder sehr schlecht sind. 

Aber zu viele Kinder leben immer noch in Institutionen. 

Wenn Menschen mit Behinderungen ganz normal  

in Häusern und Wohnungen leben können, ist das viel besser als Institutionen.  

Unterstützung durch Familien oder persönliche Betreuung ist viel besser. 

Menschen, die Unterstützung brauchen,  

sollten nicht von den anderen getrennt werden. 

Es ist auch schlecht, wenn sie von ihren Betreuern abhängig werden. 

Wir möchten, dass die Menschen unabhängig sind. 

Ich will Ihnen von einer jungen Frau erzählen. 

Sie heißt Caroline. 

Dank der Hilfe ihrer Eltern 

lebt sie jetzt selbstbestimmt. 

Sie arbeitet in Teilzeit und putzt Häuser. 

Sie schwimmt gerne nachmittags. 

Sie ist glücklich und nimmt am Leben teil! 

Wir müssen Menschen aus den Institutionen herausholen 

und in die Gemeinschaft. 

Menschen mit Behinderungen haben das Recht,  

selbst über ihr Leben zu bestimmen. 

Sie haben das Recht, die gleichen Schulen zu besuchen wie alle anderen. 

Wir brauchen alle für die Gesellschaft und die Wirtschaft. 

Wir wissen nichtwie viele Menschen in Institutionen in Europa leben. 

Das ist schlecht. 

Wir müssen mehr darüber wissen. 

So können wir sehen,  

wie viele Menschen jedes Jahr aus Institutionen ausziehen. 

Wir müssen auch über Institutionen sprechen. 

Oft denken die Leute, dass Institutionen sichere Orte sind 

Die Leute denkendass Institutionen 

Kinder und Menschen mit Behinderungen schützen. 

Sie denken das besonders über Menschen mit intellektueller Behinderung. 

Aber die Menschen leben besser in einer Gemeinschaft. 

Menschen mit Behinderungen müssen einen Platz  

außerhalb der Institutionen haben. 

Hier ist noch viel zu tun. 

Die Europäische Strategie für Menschen mit Behinderungen sagt 

dass ein selbbestimmtes Leben wichtig ist. 

Die Europäische Säule der sozialen Rechte sagt dasselbe. 

Die Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern 

unterstützt Menschen, die sich um  

Familienmitglieder mit Behinderungen kümmern. 

Wir haben mit fünfzehn Ländern der Europäischen Union  

über Deinstitutionalisierung gesprochen. 

Aber wir müssen natürlich noch viel mehr tun. 

Ich bin stolz darauf, die erste EU-Kommissarin für Gleichstellung zu sein. 

Ich werde dafür kämpfen, Diskriminierung in Europa zu stoppen. 

Es gibt einige Leute, die noch mehr diskriminiert werden 

als andere. 

Zum Beispiel ist es für Frauen mit Behinderungen schwieriger 

einen Job bekommen 

im Vergleich zu Männern mit Behinderungen. 

Mehr Frauen als Männer mit Behinderungen sind arm. 

Das ist schlecht. 

Ich mache mir darüber Sorgen. 

Ich freue mich, dass es für 2021 eine neue  

Europäische Strategie für Menschen mit Behinderungen geben wird. 

Gleichheit und Inklusion werden in unserer Arbeit sehr wichtig sein. 

Ein selbstbestimmtes Leben für alle wird auch sehr wichtig sein. 

Wir werden dafür sorgen,  

dass unser Geld dafür ausgegeben wird,  

dass alle Menschen selbst über ihr Leben bestimmen können.  

Wir werden auch dafür sorgen 

dass alle europäischen Länder dafür eine Strategie haben. 

Wir werden dafür sorgen,  

dass jedes Kind in Europa eine gute Ausbildung erhält. 

Und dass jedes Kind in Europa zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen kann, 

wenn das Kind es braucht. 

Dies gilt auch für Kinder, die jetzt in Institutionen leben. 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

Wir haben die gleiche Vorstellung von einem Leben, 

wo alle ihre eigenen Entscheidungen treffen können. 

Wir müssen hart arbeiten, damit das wirklich so wird. 

Ich freue mich sehr, mit Ihnen an diesem Ziel zu arbeiten: 

ein Europa, in dem alle Menschen frei und unabhängig leben. 

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